Bern | 05.12.2011

VCS-Kampagne «Sicher zu Fuss»

«Sicher zu Fuss»:
Für ein sicheres Miteinander im Strassenverkehr

Kopffüssler

Fussgängerinnen und Fussgänger gehören zu den verletzlichsten Verkehrsteilnehmenden. Mit seiner neuen Kampagne «Sicher zu Fuss» trägt der VCS Verkehrs-Club der Schweiz dazu bei, ihre Sicherheit zu verbessern. Kernstück der Kampagne sind zwei Broschüren, die Fussgängerinnen und Fussgängern respektive Autofahrenden Tipps für ein sicheres Miteinander geben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Seniorinnen und Senioren gelegt.

Micheline Calmy-Rey, Bundespräsidentin

Fussgängerinnen und Fussgänger sind auf der Strasse besonders gefährdet: Rund jeder vierte Verkehrstote ist zu Fuss unterwegs. Mit seiner Kampagne «Sicher zu Fuss» gibt der VCS Autofahrenden wie Fussgängerinnen und Fussgängern konkrete Tipps für mehr Sicherheit. Namentlich wird dem Queren der Strasse als gefährlichstem Moment Aufmerksamkeit geschenkt. Das Geleitwort zur Fussgänger-Broschüre verfasste Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. Die Kampagne wird vom Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit unterstützt.

Franziska Teuscher, VCS-Zentralpräsidentin

Schuldzuweisungen an «gefährliche Autofahrer» oder «unvorsichtige Fussgängerinnen» würden die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger nicht verbessern, betonte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher bei der Lancierung der Kampagne am Montag in Bern hervor. Weitaus wichtiger seien gegenseitiges Verständnis, Rücksichtnahme und besondere Vorsicht, wie sie der VCS mit «Sicher zu Fuss» propagiere.

Michael Rytz, Projektleiter Verkehrssicherheit VCS

Die beiden Broschüren zur Kampagne haben insbesondere die Sicherheit älterer Menschen und Kinder im Auge. Diese Altersgruppen seien zu Fuss überdurchschnittlich gefährdet, sagte Michael Rytz, Projektleiter Verkehrssicherheit beim VCS. Allerdings sei vielen Leuten zu wenig bewusst, dass nicht nur Kinder, sondern auch Seniorinnen und Senioren besonderer Rücksichtnahme und Geduld bedürften.

Vreni Hubmann, Co-Präsidentin VASOS

Wichtig sei es, die Probleme älterer Menschen im Strassenverkehr auf lokaler Ebene in Zusammenarbeit mit ihnen selbst anzugehen, ergänzte Vreni Hubmann, Co-Präsidentin der Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz (VASOS). Als Beispiel nannte sie ein gemeinsames Projekt der VCS-Sektion Waadt und der Lausanner Sektion des Seniorenverbands AVIVO.

Josef Larcher, Chef der Schulinstruktion der Stadtpolizei Zürich

Josef Larcher, Chef der Schulinstruktion der Stadtpolizei Zürich, betonte, wie wichtig die Einhaltung der Verkehrsregeln sei. Zusammen mit der gegenseitigen Rücksichtnahme gebe dies den Verkehrsteilnehmenden Sicherheit. Ebenso wichtig sei es, die ganze Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen zu widmen. Es gehe nicht an, am Steuer zu telefonieren oder mit Kopfhörern unterwegs zu sein.

Denis Huguenin, Präsident des Schweizerischen Fahrlehrerverbands

Die so genannte Partnerkunde sei ein zentrales Thema im Autofahrunterricht, ergänzte Denis Huguenin, Präsident des Schweizerischen Fahrlehrerverbands. Insbesondere würden die Fahrschülerinnen und Fahrschüler dazu angehalten, vorausschauend zu fahren, am Zebrastreifen vollständig anzuhalten und Gefahren zu antizipieren.

www.sicher-zu-fuss.ch

Die beiden Broschüren können auf www.sicher-zu-fuss.ch kostenlos bestellt oder herunter geladen werden. Die Homepage bietet zudem einen interaktiven Wissenstest und ein Forum für Diskussionen.

Kontaktinformationen

Michael Rytz, Projektleiter Verkehrssicherheit VCS, Tel.: 058 611 62 60 Gerhard Tubandt, Mediensprecher VCS, Tel.: 058 611 62 52 oder 079 708 05 36 >> Link auf Tagesschau-Beitrag vom 05.12.2011