Bern | 20.02.2012

Machbarkeitsstudie für ein Public-Private-Partnership-Modell am Gotthard

2. Röhre am Gotthard:
Verkehrspolitischer Unsinn - und ein beschämender Vorschlag

autobahn

Die Zwängerei um den Bau einer 2. Strassenröhre am Gotthard nimmt kein Ende. Der neueste Versuch: Die Wirtschafts- und Autoverbände schlagen eine private Finanzierung vor, weil der Bundesrat vernünftigerweise nichts von diesem Projekt wissen will.

Doch die wirklichen Verkehrsprobleme müssen in den Agglomerationen des Mittellands gelöst werden. Hier leben drei Viertel der Schweizer Bevölkerung. Hier kommt es deshalb tagtäglich zu enormen Verkehrsströmen von Pendelnden und Ausflüglern.

Die Erstellung von Verkehrsinfrastrukturen erfordert zudem eine langfristige Planung und muss deshalb Staatsaufgabe sein. Sie darf nicht kurzfristigem Gewinnstreben geopfert werden. Überdies ist es beschämend, wenn die Wirtschafts- und Autoverbände die beiden Tunnelröhren nach 50 Jahren gratis dem Staat übergeben wollen. Dann nämlich müssten diese wieder saniert werden – und solch nachhaltige Investitionen will die Wirtschaft offensichtlich nicht tätigen.

Tagesschau vom 20.02.2012

Link: Studie zu zweiter Gotthard-Röhre

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