VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher

Franziska Teuscher steht seit Sommer 2003 an der Spitze des VCS. Die grüne Berner Nationalrätin ist eine der profiliertesten Schweizer Verkehrs- und Umweltpolitikerinnen. Sie ist die erste Frau, die den VCS präsidiert.
Verkehrspolitik
Die Verkehrspolitik ist für Franziska Teuscher ein Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts. «Die Mobilität ist längst eine zentrale Komponente unserer Gesellschaft geworden», sagt sie. Tagtäglich pendelten die Leute von ihrem Wohnort zur Arbeit und zurück. Gleichzeitig wachse auch der Freizeitverkehr weiter an.
«Die Folgen dieser Mobilität sind fatal», findet die VCS-Präsidentin. Der motorisierte Strassenverkehr sei ein entscheidender Klimafaktor. Eine nachhaltige Mobilität sei deshalb von grösster Bedeutung und müsse auf der politischen Agenda ganz oben stehen.
Eine nachhaltige Mobilität heisst für Franziska Teuscher: «Jedes Verkehrsmittel am richtigen Ort: In der Stadt sind dies der öffentliche Verkehr sowie der Fuss- und Veloverkehr, in abgelegenen Randregionen kann man auf das Auto kaum verzichten.»
Die Professionalität des VCS ist Franziska Teuscher ein wichtiges Anliegen. «Unser Verband wird inzwischen von den Behörden und den politischen Gremien als kompetenter Ansprechpartner in Fragen der Mobilität ernst genommen», sagt sie. Teil dieser Professionalität ist für Franziska Teuscher auch, dass der VCS nicht nur nachhaltige Verkehrspolitik betreibt, sondern auch kommerziell tätig ist. «Es ist richtig und wichtig, die Menschen über Produkte wie Autoversicherungen oder Reisen für die umweltfreundlichen Anliegen des VCS zu sensibilisieren».
Zur Person
Franziska Teuscher wurde am 7. März 1958 in Bern geboren. Sie studierte an der Universität Bern Biologie und machte später ein Nachdiplomstudium in Umweltwissenschaften an der Universität Zürich. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn arbeitete Franziska Teuscher bei lokalen und regionalen Landschafts- und Naturschutzplanungen mit.
Es folgte der Aufbau eines Bioladens in Biel und die wissenschaftliche Mitarbeit an der Universität Neuenburg für das Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung. Danach arbeitete sie als Expertin für das private Planungs- und Beratungsbüro «naturaqua», wo sie schliesslich Verwaltungsratspräsidentin wurde.
Zusammen mit einem Kollegen aus Yverdon-les-Bains baute sie die Auenberatungsstelle des Bundes auf und leitete diese während 14 Jahren. Franziska Teuscher lebt mit ihren zwei Kindern und ihrem Partner in Bern.
Seit 1995 sitzt sie für die Grünen im Nationalrat. Als Nationalrätin ist Franziska Teuscher Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen und der Kommission für Umwelt, Raumplanung, Energie.



