Karpaten und Galizien – Unbekanntes Mitteleuropa

Per Zug ein unbekanntes Stück Europa erkunden – die spezielle Gruppenreise für Individualist/inn/en, die gerne Neues entdecken. Unbekannte Landschaften, authentische Einblicke in die regionale Kultur und Geschichte sowie Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung stehen auf dem Programm. Wir bewegen uns wenn immer möglich mit dem Zug. Im Programm ist eine exklusive Fahrt mit einem Extrazug enthalten. Unter kundiger Führung ausgewiesener Spezialisten bereisen Sie Gegenden, die durch fünfzig Jahre Trennung im kalten Krieg scheinbar weit weg gerückt waren und doch untrennbar mit uns verbunden blieben. Oder hätten Sie gewusst, dass der geographische Mittelpunkt Europas im Westen der Ukraine liegt? Es warten noch andere Überraschungen auf Sie!
Die aus unserer Sicht „am Rande“ liegenden Grenzlandschaften bieten auch 20 Jahre nach der Wende unerwartete Reiseerlebnisse abseits des Gewohnten. Lassen Sie sich ein auf diese Entdeckung. Wir bewegen uns aus der ungarischen Tiefebene in die Einsamkeit der Karpaten und abschliessend in die „heimliche Hauptstadt“ der Ukraine – die geschichtsträchtige Metropole Lviv/Lemberg. Eine in mancher Hinsicht besondere und einzigartige Reise!
Bahnerlebnisreise Ungarn/Ukraine
- 9 Tage/ 8 Nächte ab/bis Budapest, Halbpension
- Anreise via München in der Nacht DO/FR (Nachtzug)
- Kleine Gruppe (max. 16 Personen)
- Lokale Gesprächspartner
- Erfahrene Reiseleitung
Programm
1. Tag: Budapest – Uzhgorod (Ukraine)
Sie treffen um 08:49 Uhr in Budapest ein. Empfang durch die Reiseleitung. Um 09:30 Weiterfahrt mit dem Zug nach Nyiregyhaza in Ostungarn (Ankunft 12:30). Mittagsimbiss. 14:18 Weiterfahrt nach Chop (Ukraine), wo wir um 16:50 (ukrainische Ortszeit) eintreffen. Hier werden wir durch unseren Bus abgeholt, der uns nach Uzhgorod,- der Hauptstadt Transkarpatiens – bringt. Gegen 18 Uhr Einchecken im Hotel Uzhgorod. Nachtessen in der historischen Altstadt.
2. Tag: Uzhgorod – Vielvölkerstadt im Dreiländereck (Ukraine)
Uzhgorod hiess früher Ungvár – und war in der Vergangenheit schon polnisch, österreichisch, ungarisch, tschechisch und sowjetisch. Ein Stadtrundgang unter kundiger Führung bringt etwas Licht in diese komplizierte Geschichte von Ukrainern, Ungarn, Juden, Slowaken und vielen anderen Völkern. Nach dem Mittagessen Zeit zur freien Verfügung. Zweite Uebernachtung in Uzhgorod.
3. Tag: Mukachevo – Irshava
Nach dem Frühstück Transfer per Bus nach Mukachevo (ca. 45 Min.). Wir besuchen zunächst die bedeutende Burg, die auf einem Hügel liegt. Mukachevo war zu sowjetischer Zeit eine wichtige Garnisonstadt. Bis zum Krieg war sie stark ungarisch und jüdisch geprägt (jüdischer Bevölkerungs-anteil 45%). Viele Synagogen bezeugten die Bedeutung der Stadt. Wir treffen uns mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinde. Uebernachtung in Mukachevo.
4. Tag: Irshava, Sonderfahrt mit Schmalspurbahn
Um zehn Uhr fährt unser Sonderzug auf der letzten verbliebenen Schmalspurbahn Transkarpatiens. Ein lokaler Experte erzählt uns aus der interessanten Geschichte dieser Bahn, welche die Waldgebiete am Fuss der Karpaten mit den Handelsstädten der Tiefebene verbindet. Picknick und musikalische Unterhaltung im Zug. Am Ende der Strecke erwartet uns der Bus, welcher uns von Vinogradiv durch das Boshava-Tal nach Lipovets bringt. Hier besuchen wir ein Projekt von „Pro Specie Rara“, welches sich für die Erahltung der letzten Wasserbüffel und der seltenen Huzulenpferde einsetzt. Uebernachtung bei privaten Familien.
5. Tag: Wasserbüffel und Huzulenpferde, in die Karpaten
Den Vormittag verbringen wir in Lipovets. Wir besuchen Büffel und Huzulenpferde auf der Weide. Mittagessen in Chust. Am Nachmittag bringt uns der Bus durch das wilde Tal der Tereblya hinauf nach Kolochava, der Heimat des Karpatenräubers Mykola Schuhaj und „Exil“ seines Chronisten Ivan Olbracht. Besuch des kleinen Olbracht-Museums und der ehemaligen Polizeistation – umgebaut zu einer Herberge mit einfachem Komfort aber besonderer Atmosphäre. Uebernachtung auf der Passhöhe nach Mizhyrija.
6. Tag: Mizhyrija – Stryi – Lviv/Lemberg
Wir überqueren die Karpaten und gelangen ins ehemalige Galizien – zur Zeit der Donaumonarchie der „wilde Osten“ der Habsburger. Mittagessen in Stryi, einer typischen galizischen Kleinstadt. Kurze Besichtigung. Anschliessend Weiterfahrt nach Lviv/Lemberg. Die heutige Millionenstadt war ehemals stark polnisch und jüdisch geprägt und ist heute das unbestrittene politische und kulturelle Zentrum der Westukraine.
7. Tag: Lviv/Lemberg
Stadtführung durch Lviv/Lemberg, die „heimliche Hauptstadt“ der Ukraine, 2012 ein Austragungsort der Fussballeuropameisterschaft. Lembergs Altstadt weist eine fast einmalige, von Kriegszerstörungen und nachkriegszeitlichen Eingriffen verschont gebliebene Bausubstanz aus den Epochen der Renaissance, des Barocks, des Klassizismus und des Jugendstils auf. 1998 wurde das historische Zentrum der Stadt in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen.
8. Tag: Zhovkva/Zolkiev
Vormittagsexkursion nach Zhovkva. Die kleine Renaissancestadt liegt nordöstlich von Lemberg und war ehemals Residenzstadt des polnischen Königs Jan Sobieski. Besonders sehenswert ist die im Renaissancestil erbaute ehemalige Wehrsynagoge. Nachmittags fahren wir zurück nach Lviv. Nach einem frühen Abendessen nehmen wir den Nachtzug zurück nach Budapest (Schlafwagenfahrt, Abfahrt um 21:20).
9. Tag: Budapest, Abschluss der Reise
Wir treffen um 11:20 in Budapest ein. Gemeinsames Mittagessen und Verabschiedung. Nachmittags Zeit zur freien Verfügung in Budapest. Individuelle Rückreise mit dem Nachtzug (Budapest ab 19:10, Zürich an SO 07:20).
Programmänderungen bleiben vorbehalten, für die Einhaltung von Fahrplänen des öffentlichen Verkehrs kann keine Gewähr übernommen werden.
Reiseleiter
Urs Fankhauser, Geograf und Historiker. 15 Jahre Reiseerfahrung in Osteuropa (www.kukuruz.ch)
Thematische Schwerpunkte
- Vielvölkerkultur in Transkarpatien
- Jüdische Vergangenheit (Besuch einer Synagoge und Vortrag)
- Traditionelle Landwirtschaft: Besuch eines Projekts zur Erhaltung seltener Haustiere
- Extrafahrt mit der letzten Schmalspurbahn Transkarpatiens, begleitet durch eine Huzulenkapelle
- Räuberlegenden in den Karpaten
- Die bewegte Geschichte Galiziens und seiner Metroppole Lviv/Lemberg
Anreise
Individuelle Anreise via München (direkter Nachtzug EuroNight) nach Budapest. Reisedauer ab Grenze ca. 12 Std.
Preise 2012
| Preise pro Person in CHF | 4. - 13.10.2012 |
| Doppelzimmer | 1880 |
| Bahnreise exkl. Reservationen | |
| 2. Klasse Erw. mit Halbtax | 233 |
| 1. Klasse Erw. mit Halbtax | 350 |
| Zuschläge | |
| Einzelzimmer | 210 |
| Reduktionen | |
| GA Schweiz 2. Klasse | 39 |
Im Preis inbegriffen:
- 9 Übernachtungen in 2-/3-Sterne Hotels (eine Übernachtung in Privatunterküften), Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
- Halbpension
- Gepäck-Transport von Hotel zu Hotel
- Transfers gemäss Programm
- Umfangreiche Reiseunterlagen
- Reiseleitung
- Eintritte und Besichtigungen
Nicht inbegriffen:
- Anreise/Rückreise ab/bis Wohnort nach Chop (Grenze Ungarn/Ukraine), Rückreise ab Budapest
- Mittagessen, alle Getränke
- Obl. Annullierungs- und Rückreisekosten-Versicherung (ab Fr. 19.-)
Verlängerung
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