Fakten Preiserhöhung

Seit Jahren steigen die Billetpreise stetig an. Nicht immer wird gleichzeitig auch das Angebot an Bussen und Bahnen ausgebaut. Letztes Jahr beispielsweise wurden die Bahntarife um 5.9 % erhöht ohne dass ein starker Leistungsausbau stattfand.
Dieses Jahr steigen die Preise nur leicht (1.2 %), aber in den nächsten Jahren sollen massive Preiserhöhungen folgen.

Entwicklung der Bahntarife

In den letzten 30 Jahren ist es wiederholt zu kleineren und grösseren Preiserhöhungen gekommen. Seit 1985 hat sich beispielsweise der Preis des 2.Klass-GAs von 2050 CHF auf heute 3350 CHF erhöht (siehe Diagramm). Der bisher markanteste Aufschlag wurde auf den Fahrplanwechsel 2010 hin erreicht, als die Billetpreise global um 5.9 % erhöht wurden. Das Generalabonnement der 2. Klasse stieg gleichzeitig um 200 CHF.

Preisentwicklung GA 2.Klasse

Tatsächliche Preisentwicklung 1985 bis 2012 sowie vorgesehene Preise bis 2018.

Preiserhöhungen ab 11.12.2011

Trotz der eher moderaten Globalerhöhung von 1.2 % in diesem Jahr, gibt es einige sehr happige Aufschläge. So steigt beispielsweise der Preis des Gleis 7 um ganze 30 %, von 99 auf 129 Franken. Mit den teilweise markanten Erhöhungen von 2010 ergibt sich zum Beispiel für das GA 2. Klasse eine Erhöhung von 250 CHF innert 2 Jahren (siehe Tabelle). Ausserdem gibt es weitere unerfreuliche Änderungen: so wird das übertragbare GA nicht mehr angeboten, im Zug können keine Billets mehr gekauft werden, der Mindestpreis für einen spontanen Klassenwechsel steigt von 5 auf 10 Franken und auch die Auftragspauschale für internationale Billette wird von 5 auf 10 Franken pro Person erhöht.

Produkt Preis vor 12.12.2010 Preis ab 12.12.2010 Preis ab 11.12.2011 Erhöhung seit 2010
GA Erwachsene, 2. Kl. 3’100 3’300 3350 250
GA-Plus Duo Partner, 2. Kl. 2’100 2’300 2350 250
GA-Plus Familia Partner, 2. Kl. 1’700 1’850 1’900 200
GA Erwachsene, 1. Kl. 4’850 5’150 5’350 500
9-Uhr-Tageskarte 1. Kl. 87 94 96 9

Quelle: VöV / SBB (alle Preise in CHF)

Zukünftige Preiserhöhungen

Der Bundesrat hat eine Erhöhung der Trasseepreise von CHF 200 Mio. gutgeheissen. Der Trasseepreis ist das Entgelt, welches eine Bahngesellschaft für die Benutzung der Schienen zu einem bestimmten Zeitpunkt bezahlt. Diese Mehrkosten wollen die Bahnbetreiber auf die Bahnbenutzer umwälzen. Damit würden die Preise nächstes Jahr im Dezember 2012 um 8-9 % steigen. Denn gleichzeitig gehen vom Verband öffentlicher Verkehr VöV vorgestellte Preisentwicklungsszenarien davon aus, dass die Tarife im Durchschnitt in den nächsten sechs Jahren jährlich um 3-4% steigen werden. Im schlimmsten Fall entspricht dies einem Total von 27% bis ins Jahr 2018.

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