Bern | 12.02.2017

Agglomerationsprogramme sind grosszügig auszugestalten

Ein Achtungserfolg: über 35 Prozent Nein zum NAF

NAF Lead DE

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz bedauert das Ja zum Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds (NAF). Das Volk hat das Fonds-Prinzip für die Finanzierung der Nationalstrassen sowie die sinnvollen Agglomerationsprogramme höher gewichtet als den tiefen Griff von 650 Millionen jährlich in die Bundekasse.

Als harmlose Vorlage für den Unterhalt von Strassen und zur Förderung des Agglomerationsverkehrs kam der Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds NAF daher. Die Finanzierung der Strasseninfrastruktur langfristig zu sichern, hält auch der VCS für grundsätzlich richtig. Tatsächlich ist der Griff in die Bundeskasse mit jährlich 650 Millionen Franken jedoch viel zu tief. Das Resultat zeigt, dass die Stimmbevölkerung das verständliche Bedürfnis nach einer gesicherten Finanzierung der Nationalstrassen- und Agglomerationsprogramme mittels Fonds höher gewichtet hat als die Zweckbindung von Steuergeldern.

Das Abstimmungsresultat zeigt zudem deutlich, dass die Bevölkerung die erfolgreichen Agglomerationsprogramme weiterführen will. Dort finden in der Schweiz drei Viertel des Verkehrs statt, und die Probleme sind dort am grössten. Darum ist es jetzt zentral, dieses Versprechen von Bund und Parlament auch wirklich einzulösen. Die Agglomerationsprogramme verkörpern das, was man von einer zukunftsgerichteten Verkehrspolitik erwarten darf: eine koordinierte Planung von Verkehr und Siedlung in urbanen Räumen, unter Einbezug aller Akteure und aller Verkehrsmittel.

Kontaktinformationen

Evi Allemann, Präsidentin VCS Schweiz, Tel.: 079 560 72 94
Caroline Beglinger, Co-Geschäftsleiterin VCS Schweiz, Tel.: 079 310 11 86