Bern | 09.06.2017

VCS wünscht der Tour de Suisse (TdS) und den Radsportfesten gutes Gelingen

Das Velo braucht auch im Alltag seinen Platz

Velo-Initiative

Zum Start der Tour de Suisse und den Radsportfesten an zwei Wochenenden wünscht der VCS allen Beteiligten viel Erfolg. Der VCS ist erfreut, dass die TdS neben Spitzenradfahrern auch dem Velo als Breitensport viel Platz einräumt. Der VCS will, dass das Velo auch im Alltag den Raum im Strassenverkehr erhält, den es als boomendes Pendlerfahrzeug verdient.

Seit rund zwei Jahrzehnten erlebt das Velo einen Boom: unschlagbar schnell als Fortbewegungsmittel in der Stadt und auf dem Land, umweltfreundlich, vielseitig einsetzbar, gesundheitsfördernd. Würde der Förderung des Velos der Stellenwert beigemessen, den es verdient, hätte es längst eine verkehrspolitische Schlüsselrolle im Gesamtverkehrssystem.

Vielerorts hält die Verkehrsinfrastruktur mit den wachsenden Radverkehrsanteilen jedoch nicht Schritt, weil die bereitgestellten Flächen für den Radverkehr unzureichend sind oder weil es an geeigneten Abstellanlagen mangelt. Zu viele Barrieren und Hindernisse stellen sich dem bestechenden Fortbewegungsmittel in den Weg.

Eine Optimierung der Fahrrad-Bedingungen käme allen zugute: Die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Städten und Agglomerationen würde verbessert, die Luftschadstoffe und Staustunden verringert, durch geringeren Flächenverbrauch für Strassen würde die Zersiedelung gestoppt.

Der VCS ruft deshalb die Städte und Gemeinden auf, endlich die Pflicht zu erkennen, die Stellung und Attraktivität des Velos im Agglomerationsverkehr zu stärken. Nur so wird es möglich sein, die ständig wachsenden Verkehrsströme in die richte Richtung zu lenken.

Übrigens: Die Geburtsstunde des Velos fällt auf den 12. Juni 1817. Karl Drais fuhr auf einem hölzernen Laufrad 14 Kilometer. Es sollen nicht weitere 200 Jahre vergehen, bis das Velo seinen massgeblichen Beitrag an die Mobilität der Zukunft leisten und den Strassen- und Schienenverkehr entlasten kann.

Kontaktinformationen

Matthias Müller, Leiter Kommunikation und Public Affairs, 079 757 00 91