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Am 27. September 2026 stimmt Wetzikon über die Initiative «Mitbestimmen bei Temporeduktionen» der SVP, FDP und EDU ab. Die Initiative verlangt, dass künftig das Parlament über die Einführung von Tempo 30 entscheidet. Ein positiver Entscheid des Parlaments würde in jedem Fall dem Referendum unterstehen. Damit könnte praktisch jede neue Tempo-30-Zone – auch in einem einzelnen Wohnquartier – zu einer stadtweiten Abstimmung führen.

Dies erschwert sinnvolle Verbesserungen bei Verkehrssicherheit, Lärmschutz und Lebensqualität in den Wohnquartieren unnötig. 

Der VCS empfiehlt deshalb ein NEIN zur Initiative.

Der in der zuständigen Kommission des Parlaments erarbeitete Gegenvorschlag bietet hingegen eine differenzierte und pragmatische Lösung: Über Tempo 30 in den Wohnquartieren entscheidet das Parlament. Sind hingegen verkehrsorientierte Haupt- oder Durchgangsstrassen betroffen, kann zusätzlich die Wetziker Stimmbevölkerung mitentscheiden. 

Damit verbindet der Gegenvorschlag demokratische Mitbestimmung mit einem effizienten Verfahren und unterscheidet dort, wo eine Unterscheidung sinnvoll ist: zwischen Wohnquartieren und den für die ganze Stadt wichtigen Hauptverkehrsachsen.

Der VCS empfiehlt deshalb ein JA zum Gegenvorschlag und in der Stichfrage den Gegenvorschlag.