Klimafonds statt Rotstift: VCS beschliesst Ja-Parole
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz empfiehlt ein Ja zur Klimafonds-Initiative am 8. März. Der Klimafonds ist das zentrale Instrument, um das Schweizer Klimaziel zu erreichen und das Klimaschutzgesetz gemäss Volksentscheid von 2023 umzusetzen. Er ermöglicht eine Beschleunigung der Energiewende im Verkehrsbereich durch den Ausbau der Veloinfrastruktur, des städtischen und regionalen ÖV sowie die Elektrifizierung des Autoverkehrs
«Im Bundeshaus wird derzeit überall der Rotstift angesetzt. Für die Verkehrswende und den Klimaschutz verheisst das nichts Gutes», sagt VCS-Co-Präsidentin Jelena Filipovic. «Die Klimafonds-Initiative hilft, das Velo und den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen als den motorisierten Individualverkehr oder den Flugverkehr. Der Fonds sichert die Finanzierung, welche derzeit ungenügend ist. Ferner wird in erneuerbare Energien investiert. So steht dem ÖV langfristig genügend sauberer Strom zur Verfügung – eine Grundvoraussetzung für klimaneutrale Mobilität.»
Für den VCS stehen drei Argumente für ein Ja zur Klimafonds-Initiative im Zentrum:
- Der Verkehr ist nach wie vor der grösste Treiber der Klimakrise. Nur mit Investitionen in die klimafreundliche Mobilität werden die Netto-Null-Ziele bis 2050 erreicht.
- Wer Versorgungssicherheit will, muss in ein robustes, elektrifiziertes Verkehrssystem investieren, statt weiterhin Diesel- und Benzinabhängigkeit zu subventionieren.
- Mehr Investitionen in ÖV und Velo bedeuten weniger Stau, weniger Lärm und bessere Luftqualität in Städten und Dörfern.
Mit der Klimafonds-Initiative erhält die Schweiz einen Investitionsschub für klimafreundliche Mobilität: Bund und Private investieren jährlich 0,5–1% des BIP (rund 4–8 Mrd. Franken) in erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen und klimaschonende Mobilität.
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
- Jelena Filipovic, Co-Präsidentin VCS Schweiz, 079 289 06 41
- Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch
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