Neueste Zahlen zeigen: Der Autoverkehr kostet die Allgemeinheit jährlich über 17 Milliarden Franken
Die heute publizierten Zahlen des Bundesamts für Statistik «Kosten und Finanzierung des Verkehrs 2023» zeigen: Der motorisierte Individualverkehr verursacht der Allgemeinheit externe Kosten von rund 17,6 Milliarden Franken – 600 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz kritisiert, dass der MIV nach wie vor weit davon entfernt ist, die verursachten Gesundheits-, Unfall- und Umweltkosten zu decken.
«Wer Auto fährt, bezahlt seine tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten bei weitem nicht», rechnet Martin Winder, Bereichsleiter Verkehrspolitik und Kampagnen vor. Umgerechnet auf die rund 4,8 Millionen Personenwagen in der Schweiz belaste jedes Auto die Allgemeinheit im Schnitt mit rund 3500 Franken pro Jahr. «Eigentlich müsste jede Autofahrerin und jeder Autofahrer diesen Betrag zusätzlich bezahlen, um die von ihrem Fahrzeug verursachten Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschäden zu decken», meint Winder weiter.
Der VCS verurteilt diese Entwicklung als verkehrs- und klimapolitisch verantwortungslos. Solange der Autoverkehr in Milliardenhöhe von der Allgemeinheit quersubventioniert wird, bleibt Autofahren künstlich verbilligt – zulasten jener Menschen, die Lärm, Abgase und Klimafolgen ertragen müssen. Aus Sicht des VCS muss das Verursacherprinzip endlich angewendet werden. Dazu braucht es neben einer echten Kostengerechtigkeit eine stärkere Förderung von umwelt- und flächenschonenden Verkehrsmitteln wie öffentlichem Verkehr, Fuss- und Veloverkehr.
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
- Martin Winder, Bereichsleiter Verkehrspolitik und Kampagnen, 076 369 85 54
- Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch