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«Verkehr ’45»: Bundesrat will überholte Verkehrspolitik zementieren

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz beurteilt die Vernehmlassungsvorlage zum Projekt «Verkehr ’45» kritisch. Zwar kündigt der Bundesrat eine koordinierte Weiterentwicklung von Strasse, Schiene und Agglomerationsverkehr an, doch wird die Vorlage erneut Milliarden in Autobahnprojekte lenken, statt konsequent auf klimaverträgliche, platzsparende und mehrheitsfähige Verkehrsträger zu setzen.

Besonders stossend ist, dass der Bundesrat damit an seinem verkehrspolitischen Kurs festhält. Dies, obwohl diese Marschrichtung im November 2024 mit dem Nein zu weiteren Kapazitätsausbauten klar und deutlich eine Abfuhr erteilt wurde.

VCS-Co-Präsidentin Jelena Filipovic benennt es klar: «Wer abgelehnte oder umstrittene Autobahnprojekte einfach aufwärmt und erneut vorantreibt, ignoriert nicht nur das politische Signal aus der Bevölkerung, sondern verschärft auch Probleme beim Klimaschutz, dem Flächenbedarf, dem Landschaftsschutz und der Lebensqualität.»

Verkehrswende – hier und jetzt

Der VCS fordert, dass die vorhandenen Mittel prioritär in den öffentlichen Verkehr, in den Fuss- und Veloverkehr sowie in den Unterhalt und die effizientere Nutzung der bestehenden Infrastruktur investiert werden. Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik schafft Mobilität mit weniger Verkehr – nicht mit neuen Strassen und noch mehr Belastung für Mensch und Umwelt.

Der VCS wird die Details der Vorlage nun sorgfältig prüfen, deren Auswirkungen genau abwägen und sich im Rahmen der Vernehmlassung entsprechend zu den Vorschlägen des Bundesrats äussern.

 

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

  • Jelena Filipovic, Co-Präsidentin VCS Schweiz, 079 289 06 41
  • Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch
  • Reminder

    Am kommenden Montag, 22. Juni reicht der VCS die Unterschriften für seinen Appell «Nein bleibt Nein» zum Projekt «Verkehr ‘45» ein. Treffpunkt ist 10.15 Uhr bei der Bundeskanzlei, Eingang Seite Bundesterrasse.