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Bypass Bern-Ost
zvg

Bundesrat Rösti hat den Bypass Bern-Ost weit in die Zukunft geschoben – so weit, dass bezweifelt werden darf, ob er jemals gebaut wird. Damit rückt auch die versprochene Stadtreparatur in weite Ferne. Die Quartiere entlang der A6 bleiben auf absehbare Zeit zerschnitten und die Bevölkerung wird weiterhin unter Lärm und Abgasen leiden. Grossratsmitglieder des VCS sehen den Kanton in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen.

 

Die Stadtreparatur ist aufgeschoben...

Am 28. Januar 2026 hatte der Bundesrat die Eckwerte des Strategischen Entwicklungsprogramms (STEP) für die Nationalstrassen vorgestellt. Darin ist der Bypass Bern-Ost mit keinem Realisierungshorizont mehr versehen, sondern wird unter „Weitere Projekte“ aufgeführt. 
 Das bedeutet für die Anwohnenden der betroffenen Quartiere nichts Gutes: Die lange versprochene und sehnlich erwartete Stadtreparatur hat keine Priorität mehr für den Bund.

 

... aber nicht aufgehoben

Die VCS-Vorstandsmitglieder Urs Scheuss, Claude Grosjean, Karin Berger-Sturm, Fredy Lindegger, Andrea Rüfenacht, Bruno Vanoni und Casimir von Arx sehen nun den Kanton in der Pflicht, gegenüber dem Bund die Interessen der Bevölkerung klar zu vertreten und  tragfähige Lösungen für Verkehr, Umwelt und Siedlungsentwicklung zu erarbeiten. In ihrer kürzlich eingereichten Interpellation wollen sie u.a. wissen,

  • ob sich der Regierungsrat für eine höhere Priorisierung des Bypass Bern-Ost mit verbindlichem Realisierungshorizont einsetzen wird,
  • welche Massnahmen der Regierungsrat für geeignet hält, um die Bevölkerung in den betroffenen Quartieren rasch und wirksam vor Lärm, Luftschadstoffen und weiteren Emissionen zu schützen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Eine ähnlichlautende Interpellation wird demnächst im Berner Stadtrat u.A. von VCS-Vorstandsmitglied Tanja Miljanović eingereicht.

Der VCS Bern fordert eine Verkehrspolitik, die nicht nur auf Kapazitätsüberlegungen abstützt, sondern insbesondere raumplanerische Ziele und Umweltziele berücksichtigt. Der Schutz der Quartierbevölkerung vor Strassenlärm und Abgasen ist ein dringendes Anliegen, das nicht erst in der Mitte des Jahrhunderts angepackt werden darf.

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