Toolbox Schulweg
Seit über vierzig Jahren setzen wir uns für sichere Schulwege ein. Für Ihre Gemeinde gibt es viele Massnahmen, um die Sicherheit auf dem Schulweg zu verbessern. Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Es gibt verschiedene Ansätze, um die Schulwegsicherheit in Ihrer Gemeinde zu steigern. Klicken Sie sich durch die Toolbox und entnehmen Sie dieser den für Sie passenden Massnahmen-Mix. Die Toolbox umfasst drei Bereiche: VCS-Angebote, Infrastruktur und Anreise.
Die Massnahmen der Toolbox werden laufend weiterentwickelt und ergänzt.
Toolbox Schulwegsicherheit
Im Zentrum aller Massnahmen steht das VCS Mobilitätskonzept Schule.
VCS Mobilitätskonzept Schule
Diese Massnahme ist mittel- bis langfristig umsetzbar.
Das VCS Mobilitätskonzept Schule (MKS) verfolgt einen ganzheitlichen und partizipativen Ansatz für Gemeinden und Schulen, das darauf abzielt, die Schulwege auf Stufe Kindergarten und Primarschule zu analysieren und gezielt zu optimieren.
VCS Pedibus
Diese Massnahme ist kurz- bis mittelfristig umsetzbar.
Ein Bus, der nicht fährt, sondern geht – auf Kinderfüssen. Der VCS Pedibus bringt eine Gruppe Kinder zu Fuss in den Kindergarten oder zur Schule und holt sie dort wieder ab.
«walk to school»
Diese Massnahme ist kurzfristig umsetzbar.
Während den Aktionswochen «walk to school» legen möglichst alle Kinder einer Schulklasse ihre Schulwege zu Fuss zurück. Sie sammeln dabei Erfahrungen und persönliche Erlebnisse: Die aktivsten Klassen gewinnen attraktive Preise. Mit Begleitaktionen vertiefen Lehrpersonen das Thema im Unterricht.
Internationaler Tag «zu Fuss zur Schule»
Diese Massnahme ist kurzfristig umsetzbar.
Der Internationale Tag «zu Fuss zur Schule» findet am 19. Sepember 2025 statt.
Der Schulweg zu Fuss ist nie verlorene Zeit! Er ermöglicht Austausch und Entdeckungen – und die Bewegung tut gut.
Strassenüberquerungen
Diese Massnahme ist mittel- bis langfristig umsetzbar.
Strassenquerungen (Fussgängerstreifen, Trottoirüberfahrten, alternative Querungshilfen wie z.B. Trottoirnasen etc.) sind ein wesentlicher Bestandteil des Schulwegs und häufig mit Gefahren verbunden, insbesondere bei Strassen mit hohem Verkehrsaufkommen und Tempo 50. Daher ist es umso wichtiger, dass Querungen sicher gestaltet sind.
Lotsendienst
Diese Massnahme ist kurzfristig umsetzbar.
Lotsendienste (oder Patrouilleure) können einen Beitrag leisten, punktuelle Gefahrenstellen zu sichern (z.B. Fussgängerstreifen). Es handelt sich um eine rasch umsetzbare Massnahme. Ein Lotsendienst ist lediglich eine Übergangslösung an Stellen, die besonders für kleine Kinder gefährlich bzw. noch zu komplex sind oder bei infrastrukturellen Mängeln (z.B. ungenügende Sichtweite beim Fussgängerstreifen). Langfristig braucht es weitere Massnahmen.
Alternativ zu Lotsendiensten kann auch eine Mini-Pedibus-Linie geprüft werden (z.B. nur für eine Querung).
Temporeduktion
Diese Massnahme ist kurz- bis mittelfristig umsetzbar.
Die Geschwindigkeitsreduzierung zielt darauf ab, die Geschwindigkeit von motorisierten Fahrzeugen zu verringern. Dabei kann es sich um eine Tempo-30- oder eine Begegnungszone handeln.
Für die Umsetzung benötigt es Behörden, welche diesen Ansatz unterstützen - insbesondere bei verkehrsorientierten Strassen.
Kiss & Ride-Zone
Diese Massnahme ist kurz- bis mittelfristig umsetzbar.
Sogenannte Kiss & Ride-Zonen dienen dazu, die vorhandenen Elterntaxis an einer geeigneten Stelle zu kanalisieren, damit die übrigen Kinder sicher zu Fuss oder mit dem Velo zur Schule gehen können.
Polizeikontrollen
Diese Massnahme ist kurzfristig umsetzbar.
Die regelmässige Anwesenheit der Polizei kann sich positiv auf die Schulwegsicherheit auswirken (Einhalten der Regeln, weniger Elterntaxis etc.). Sie tragen dazu bei, unerwünschtes bzw. unerlaubtes Verhalten zu unterbinden.
Fahr- und Halteverbote
Diese Massnahme ist kurz- bis mittelfristig umsetzbar.
Solche Verbote können unterschiedlich ausgestaltet werden, je nach Situation vor Ort, und kann mit einer Schulstrasse oder einer Kiss & Ride-Zone kombiniert werden. Dies kann dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen rund um die Kindergarten- und Schulstandorte zu verringern und gefährliche Fahr- und Wendemanöver in diesem Bereich zu vermeiden. Wichtig: Bei der Planung darauf achten, dass die Probleme nicht an eine andere Stelle hin verlagert werden, anstatt sie zu lösen.