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Blickwinkel

Man werde nur noch da Tempo 30 machen, wo Unfälle passieren, sagt die Polizei. Kinder sind hier wohl nicht die richtigen Versuchskaninchen. Die Sicherheit der Churer Kinder und Jugendlichen auf dem Schulweg ist zu gewährleisten und das überall, und ganz besonders auf der Scalettastrasse und der Lürlibadstrasse. Beide Quartiere setzen sich aktiv für Tempo 30 ein. Es sind Wohnquartiere mit vielen Kindern und Jugendlichen. Hier ist dem Anliegen wie bis anhin geplant und unverzögert nachzukommen. 

Wenn ein Quartier Tempo 30 auf seinen Quartierstrassen fordert und braucht, dann ist das nicht nur legitim, sondern entspricht auch den Verpflichtungen, die die Stadt gemäss Stadtverkehrsgesetz seit über 30 Jahren umzusetzen hat. Und endlich tut.

Zur Erinnerung: Die Einführung von Tempo 30 ist eine Massnahme, die die Anzahl Unfälle und die Unfallschwere sowie den Lärm erheblich reduziert. Dadurch wird die Attraktivität für den Fuss- und den Veloverkehr sowie die Wohn- und Aufenthaltsqualität erhöht. Mit Tempo 30 werden alle diese Verbesserungen erreicht, ohne den Autoverkehr einzuschränken. Es kann weiterhin immer und überall herumgefahren werden.

Wir appellieren an die Verantwortlichen: Geben Sie den Stimmen der betroffenen Bevölkerung Raum, den Kindern, Jugendlichen, Velofahrenden, Seniorinnen, Anwohnenden und jenen, die bereits verunfallt sind. Ihre Erfahrungen und Bedürfnisse sind keine Randnotizen, sondern Grundlage für eine gerechte, sichere und nachhaltigere Mobilität in der Stadt Chur.

Der VCS Graubünden

 

Obwohl der Stadtrat den Vorstoss zur Ablehnung empfohlen hat, wurde er von SVP, FDP und der Mitte mit dem Stimmenverhältnis 11:10 überwiesen: Vorstoss Kamber

Wir nehmen Bezug auf den Artikel in der Suedostschweiz