Stop Bypass! JA zu Lebensqualität statt neuer Autobahn
Am 19.06.2026 wurde der Bericht und Antrag vom Stadtrat an den Grossen Stadtrat Luzern übergeben. Darin wird die Initiative «Stop Bypass & Co. – Keine Stadtautobahn!» als gültig erklärt. Auch in Emmen wurde kürzlich der Bericht und Antrag übergeben. Entgegen diesen Berichten und Anträgen sieht das Komitee Stop Bypass die Initiative als wichtiges Instrument, damit sich die Bevölkerung gegen ein Projekt aussprechen kann, das Mehrverkehr versursacht. Der Bypass steht für eine rückwärtsgewandte Verkehrspolitik. Die Bevölkerung der Stadt Luzern hat sich mehrmals für mehr Lebensqualität und eine Reduktion der Flächen für den privaten motorisierten Verkehr ausgesprochen. Unsere Initiative gibt dieser Haltung eine demokratische Stimme.
Die beiden Initiativen fordern von Luzern und Emmen einen aktiven Widerstand gegen das Projekt Bypass Luzern sowie weiteren Kapazitätsausbau der Strassen. Der geplante Ausbau auf bis zu 14 Fahrspuren mitten durch Siedlungsraum würde Quartiere stark belasten und zusätzliche Emissionen erzeugen. Laut offiziellen Prognosen führt das Projekt nicht zu einer nachhaltigen Entlastung, sondern zu mehr Verkehr – insbesondere in Spitzenzeiten. Somit ist ein Kapazitätsausbau nicht die Lösung, sondern das Problem. Gezielte Massnahmen zur effizienteren Nutzung der bestehenden Infrastruktur wären sowohl kostengünstiger als auch umweltfreundlicher.
Klimastrategie konsequent umsetzen
Die Stadt Luzern hat 2022 eine Klima- und Energiestrategie beschlossen. Diese verpflichtet zur Reduktion des Verkehrs bis 2040 um 15 % im Vergleich zu 2010. Der geplante Bypass untergräbt diese Ziele – und steht sinnbildlich für eine Mobilitätspolitik, die nicht mit den Bedürfnissen der Zukunft vereinbar ist. Die Initiativkomitees betonen: Statt Milliarden für mehr Asphalt zu investieren, braucht es Lösungen, die im Einklang mit Umwelt, Gesundheit und den demokratisch beschlossenen Klimazielen stehen.
Die Menschen in Luzern und Emmen wollen sichere Wege, saubere Luft und ruhige Wohnquartiere – keine neue Transitautobahn vor der Haustür.
Das definitive Abstimmungsdatum steht noch aus.