Busbeschleunigung muss prioritär werden in Luzern!
Im Rahmen der Vernehmlassung zum Programm Gesamtmobilität (PGM) hat sich der VCS Luzern für mehr Gewichtung für Busse ausgesprochen. Im Herbst 2026 findet die Debatte zum PGM im Kantonsrat statt.
In Luzern fehlt es an vielen Stellen (bspw. Seebrücke) an konsequenten Massnahmen zur Busbeschleunigung. Der VCS Luzern fordert weitere Schritte, damit Busse schneller und zuverlässiger werden. Diese Massnahmen müssen jetzt umgesetzt werden, damit die Mobilität weiter zuverlässig funktioniert und in den Agglomerationen flächeneffiziente Transportmittel Vorrang erhalten. Die bisherigen Verbesserungen und das Tempo reichen längst nicht aus.
Wo stehen wir im Raum Luzern?
- Im Stau – Busse kommen langsam vorwärts und sind oft unpünktlich
- Stand heute lässt die Pünktlichkeit stark zu wünschen übrig – die Busse in der Stadt Luzern gehören schweizweit zu den unpünktlichsten (unpünktlich heisst durchschnittlich 3 Minuten Verspätung oder mehr). (geo.lu.ch/puenktlichkeit)
- Die aktuellen Entwicklungen des Modalsplits und der Treibhausgasemissionen sind nicht mit gesetzten strategischen Zielen des Kantons vereinbar (Zukunft Mobilität Luzern):
- Es besteht ein enormer Aufholbedarf hinsichtlich Dekarbonisierung des Verkehrs. Die Treibhausgasemissionen sind in den letzten zehn Jahren nur minimal gesunken und die aktuellen Zahlen zeigen sogar wieder einen leichten Anstieg (klimaundenergiedashboard.lu.ch). Da auch der Modalsplit seit Jahren im Kanton Luzern (mit ca. 70% MIV und nur 20% ÖV, luzernmobil.ch) stagniert, ist diese Kombination eine unerfreuliche Entwicklung, der es entgegenzuwirken gilt. Flächeneffiziente und ökologisch verträgliche Verkehrsträger wie bspw. eben elektrische Busse weisen den Weg.
- Der Bus ist im städtischen Luzern die flächeneffizienteste Fortbewegungsart. Kein anderer Verkehrsträger benötigt weniger Platz pro Person. (luzernmobil.ch/private/verkehr-reduzieren)
Paradoxerweise verfügt Luzern heute über einen hohen durchschnittlichen Kostendeckungsgrad der Linien des regionalen Personenverkehrs. Im kantonalen Vergleich steht Luzern mit rund 60% an 5. Stelle (BAV, 2026). Der Busbetrieb ist also im Kanton Luzern stark eigenfinanziert (vvl.ch/ueberuns/geschaeftsberichte/kennzahlen/vvl). Entsprechend wäre ein Ausbau der Betriebsmittel und Verbesserungen der ÖV-Infrastruktur mit höheren Beiträgen des Kantons und der Gemeinden angebracht, um in der Agglomeration Luzern und Sursee endlich rasch Abhilfe zu schaffen und den öffentlichen Verkehr zu stärken.
Zwei Vorstandsmitglieder vom VCS Luzern bringen es in ihren Statements auf busvoraus.ch auf den Punkt:
Werden Sie Mitglied und/oder tätigen Sie eine Spende für unseren Einsatz für nachhaltige Mobilität!