A13 News
Grenzüberschreitender Newsletter
Olympische Winterspiele auf wackligem Boden
04.02.2026. Möglichst viel Beton und Stahl verbauen: Das scheint die Nachhaltigkeitsstrategie der Olympischen Winterspiele in den italienischen Alpen zu sein. Betroffen sind vor allem Berggemeinden. Das Tüpfelchen auf dem i ist der Bau einer neuen Seilbahn auf einem abrutschenden Hang in Cortina. (CIPRA)
Klima- und Naturschutz stärken: Ja zur Klimafonds-Initiative
27.01.2026. Die Klimakrise und die Biodiversitätskrise sind miteinander verbunden und müssen gemeinsam gelöst werden. Die Klimafonds-Initiative leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie dringend benötigte Gelder sowohl für Klima- wie auch Naturschutz bereitstellt. Pro Natura empfiehlt daher am 8. März Ja zu stimmen. (Pro Natura)
Steigende Temperaturen gefährden Winterspiele
26.01.2026. Der Klimawandel bedroht nach Expertenangaben die Wintersport-Wettbewerbe in vielen Regionen. Insbesondere Westeuropa verliert verlässliche Standorte. Die Schneemenge wirkt sich auf die Zahl möglicher Austragungsorte für die Winterspiele aus: Von den 93 potenziellen Gastgeberstädten gelten laut Climate Central derzeit 87 als Orte mit verlässlichen klimatischen Bedingungen für die Olympischen Winterspiele. Bis in die 2050er Jahre werden es nur noch 52 sein, prognostiziert die Organisation unter Verweis auf die Studie eines Teams um Robert Steiger von der Universität Innsbruck. (Deutschlandfunk)
Das sagt die Bevölkerung zu Olympia 2038 in der Schweiz
25.01.2026. Die Umfrage von watson zeigt: Eine knappe Mehrheit der Schweizer Bevölkerung will 2038 keine Olympischen Winterspiele in der Schweiz. Ausschlaggebend für viele sind die Kosten. (watson)
«Global gesehen sind die Trends sehr positiv»
22.01.2026. Datenwissenschaftlerin Hannah Ritchie blickt optimistisch auf unsere Klimazukunft – weil die weltweiten Entwicklungen eine andere Geschichte erzählen als die Schlagzeilen. (Interview von Melanie Biedermann, Republik)
Trockengelegte Moore sind immense CO-2-Schleudern (Audio)
20.01.2026. Das Thema meiner neusten Debatte ist noch nicht im breiten Bewusstsein angekommen: Trockengelegte Moore verursachen sieben Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland, deutlich mehr als, was alle Wälder des Landes absorbieren können. Weltweit produzieren sie mehr Treibhausgase als der gesamte Luftverkehr. Die Wieder-Vernässung der Moore ist eine der effizientesten und kostengünstigsten Hebel im Klimaschutz, um die Erderwärmung zu bremsen. (Tim Guldimann, Debatte zu Dritt)
Nachhaltige Nutzung und Artenvielfalt: UN-Hochseeschutzabkommen tritt in Kraft
17.01.2026. Das Hochseeschutzabkommen der Vereinten Nationen tritt heute in Kraft. Es schafft die völkerrechtliche Grundlage für eine nachhaltige Nutzung der Hohen See und den Schutz ihrer Artenvielfalt. (Tagesschau.de)
Offener Brief: Schutz der Alpen vor übermässigem Transitverkehr
14.01.2026. Der Alpenraum steht zunehmend unter Druck durch die Klimakrise, die Luftverschmutzung und das stetig wachsende Verkehrsaufkommen. 67 Organisationen, allen voran CIPRA International, haben deshalb einen offenen Brief an EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas und die Verkehrsminister der Alpenländer gerichtet. (CIPRA International)
Wasservernichter Olympia – in Cortina und Livigno muss zu 100% beschneit werden, doch das Wasser fehlt
14.01.2026. Die „unnachhaltigsten Winterspiele aller Zeiten“ scheinen sich 2026 in Cortina-Mailand zu wiederholen, nachdem der Schnee ausbleibt und nun auch das Wasser für die Beschneiung fehlt. Kurz vor dem Jahreswechsel hatten IOC- und FIS-Vertreter Alarm geschlagen, da die italienischen Organisatoren mit der Beschneiung weit hinter dem Zeitplan lagen. (CIPRA Südtirol)
Diese Stolpersteine können die Schweizer Olympia-Träume beenden
13.01.2026. Die Olympischen Winterspiele 2038 sollen in der Schweiz stattfinden. Sie ist in einer privilegierten Position, doch es gibt einige Hürden, die das Projekt zu Fall bringen könnten. (Analyse von Peter Blunschi, watson.ch)
Schweizer Wald: Bäume wachsen in der Schweiz insgesamt weniger
07.01.2026. Laut einer Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL wachsen Schweizer Bäume heute insgesamt weniger, weil Hitze und Trockenheit das Wachstum stärker bremsen als früher. Dadurch nehmen Wälder weniger CO₂ auf und verlieren an klimaregulierender Wirkung. Entscheidend für das Wachstum der Bäume ist die Verfügbarkeit von Wasser. (SRF News)
Eine vom VCS Graubünden im Alpenrheintal koordinierte Forderung nach Bahn- anstatt Strassenausbau.
Innerhalb der Alpen ist das interregionale und länderübergreifende Verständnis für die Gesamtverkehrssituation im Alpentransit durch Kontakte mit anderen Betroffenen weiter zu fördern. Interregional dient dazu das Netzwerk A13/E43 für den Informationsaustausch auch für ökologische Themen im Grenzgebiet.
Dieses Netzwerk wird von Stefan Grass im Auftrag des VCS Graubünden mit Informationen bedient. Wichtig sind die geknüpften Kontakte zu pflegen. Es kann aus der erfolgreichen Arbeit 2002-04 zur Avanti-Abstimmung und seit 2003 der Lancierung der Alpenrhein-Bahn geerntet werden und beharrlich die Forderung nach Bahn- anstatt Strassenausbau an Interessierte getragen werden.
Seit 2002 sind verschiedene Organisationen in vier Ländern zwischen Lindau und Bellinzona entlang der A13 (Europastrasse E43) vernetzt. Dadurch werden die Informationen zur S-Bahnerschliessung sowie ökologischen Themen wie die Klimaerhitzung im Grenzgebiet des Alpenrheintal und im Bodenseeraum sowie zum Transitverkehr auf der A13 durch den VCS Graubünden gesammelt, verdichtet und wieder in den fünf Ländern (CH/FL/A/D/I) unter den Interessierten kommuniziert. Dazu tragen auch die monatlich aktualisierten A13 News an 50 Europäische und 90 Schweizer E-Mail-Adressen bei.
A13 News an- oder abmelden: stefangrass@bluewin.ch