Weiter zum Inhalt
Stopp Wil West
Adobe Stock

Im Kanton St.Gallen warten über 5‘000‘000m² eingezontes, unüberbautes Bauland in Arbeitszonen auf eine Überbauung. Die vorhandenen Reserven für Industrie und Gewerbe sind in allen Zentren des Kantons gross. Allein in den Städten Wil und Uzwil sind es über 400‘000m². Deshalb besteht kein Bedarf an zusätzlichen Neueinzonungen.

Am 25. September 2022 hat die Stimmbevölkerung die Arealentwicklung Wil-West klar abgelehnt. Dieser Entscheid ist zu respektieren, zumal sich an der grundsätzlichen Ausgangslage nichts geändert hat. Betriebe und Unternehmen sollen bei uns im Kanton St.Gallen angesiedelt werden und auch hier im Kanton Steuern zahlen. Der VCS lehnt den Verkauf des fruchtbaren Bodens zum Spottpreis von 20,3 Mio. an den Kanton Thurgau klar ab. 

Im Gebiet Wil-West werden heute von bäuerlichen Betrieben auf rund 260‘000m² Ackerland regionale Lebensmittel produziert. Mit dem Vorhaben Wil-West wird dieses fruchtbare Landwirtschaftsland (u.a. werden St.Galler Öle oder Braugerste produziert) für immer zerstört. In der Raumplanung ist der Fokus verstärkt auf die Entwicklung und Aufwertung des bestehenden Siedlungsgebietes zu richten.

Überdimensioniertes Projekt führt zu Mehrverkehr
In Wil-West sollen 3000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden mit der Folge, dass der tägliche Pendel- und Werkverkehr markant steigen und die Strassen in der ganzen Region zusätzlich belastet würden. Der geplante Autobahnanschluss führt zu Mehrverkehr und würde das Verkehrschaos weiter verstärken. Dafür müssten die Steuerzahlenden über 160 Mio. Franken an Folgekosten für die notwendigen Strassenbauten aufbringen.

Nein bleibt Nein
Aus Sicht des VCS beeinträchtigt das überdimensionierte Projekt nachhaltige Entwicklungen in Gebieten des Kantons St.Gallen, die genügend unbebaute Arbeitszonen an gut erschlossenen Lagen aufweisen und ein kluges Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Durch die Nähe von Wohnen und Arbeiten kann die Mobilität zu Gunsten des Fuss- und Veloverkehrs und des ÖV besser gestaltet werden, womit die Pendlerströme reduziert statt ausgeweitet würden. Aus Sicht des VCS ist die künftige Entwicklung des Kantons innerhalb des bestehenden Siedlungsgebietes voranzutreiben. 
Das Nein der Stimmbevölkerung gilt – NEIN BLEIBT NEIN.