Fossilen Verkehr jetzt reduzieren für weniger Ozon
Klimabedingtes Extremwetter und Verbrenner sorgen für viel Ozon
Die seit Wochen hohe Ozonbelastung schädigt die Gesundheit von Menschen und die Natur. Die Kantone tun nichts: Keine Konsequenzen, keine Massnahmen. Wir fordern eine rasche Reduktion des fossilen Verkehrs und zugängliche Alternativen.
Die vielen Grenzwertüberschreitungen sind das offensichtliche Zeichen des vernachlässigten Umweltschutzes: Statt die Gesundheit, Lebensqualität sowie das Wohl von Lebewesen zu priorisieren, verzichten die Kantone auf wirksames Handeln, ja gar auf irgendwelche Empfehlungen, Entscheidungen oder Konsequenzen.
Auch in nicht extrem heissen und trockenen Jahren gehören Grenzwertüberschreitungen beim Ozon zum Alltag. Das aggressive Gas greift unsere Atemwege aber auch Pflanzenblätter an. Für die vielen Menschen mit Atemwegserkrankungen (wie Asthma) sind diese Wochen eine Gefahr für die Gesundheit, können die Lungenfunktion reduzieren und Notfälle auslösen.
Fossiler Verkehr reduzieren, öV zugänglich machen
Die Kantone ducken sich bei Massnahmen bisher weg. Sie informieren über Luftschadstoffe, konkrete Massnahmen fehlen aber. Dabei sind die Grenzwerte seit langem bekannt und ebenfalls die Gründe für deren Überschreitungen.
Wir fordern die Kantone auf, dass sie den fossil angetriebenen Verkehr einschränken und kurzfristig Alternativen wie den öffentlichen Verkehr und weitere umweltfreundliche Verkehrsarten zugänglicher machen. So können Gratisfahrten im öV für den (zeitweisen) Umstieg auf Bahn, Tram und Bus angeboten oder Leihvelos vergünstigt werden.
Hitzewellen wie die jetzige werden wegen der menschgemachten Klimaerwärmung häufiger und intensiver. Deshalb ist es dringend nötig, dass wir die Treibhausgasemissionen rasch auf null reduzieren (Mitigation) und uns besser darauf vorbereiten (Adaption). Zu Letzterem gehören neben Begrünungen und Hitzeschutz auch Massnahmen zum Schutz vor Luftschadstoffen.
— VCS beider Basel