Gutes Veloroutennetz mit unnötigen Konflikten und Lücken
Basel-Stadt erhält umfassendes Velonetz
Mit dem Teilrichtplan Velo 2026 plant Basel-Stadt ein umfassendes Netz an Velorouten auf drei Hierarchieebenen. Während wir den TRP Velo 2026 grundsätzlich begrüssen, haben wir im Rahmen der Vernehmlassung einige Verbesserungen beantragt. Entscheidend wird letztlich die Umsetzung auf den Strassen der Stadt sein, bis dann bleibt der TRP Velo 2026 löbliche Absicht.
Im Gegensatz zum (gültigen) TRP Velo von 2019 bringt die neue Ausgabe eine klare Hierarchisierung mit drei Routentypen und ein überlegtes, ausgedünntes Routennetz. Dadurch wird es möglich, gut ausgebaute Veloinfrastruktur für sicheres Velofahren umzusetzen.
Gut funktionieren wird die Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr. Alle wichtigen Knotenpunkte sind auf Velovorzugsrouten erreichbar. Ebenso wurden die grenzüberschreitenden Verbindungen ins Baselbiet, ins Elsass und nach Südbaden gut einbezogen.
Verbesserungswürdig finden wir die Erschliessung des Bruderholzes, wohin keine Haupt- oder Velovorzugsroute geplant ist. Ausserdem sind mehrere Details noch zu plausibilisieren oder im Rahmen der Umsetzung zu präzisieren.
Solitude und St.-Alban-Rheinweg: Vermeidbare Konflikte mit Fussverkehr
Entlang des Rheins sind einige Strecken bereits heute intensiv vom Velo- und Fussverkehr genutzt. Doch leider führt der TRP Velo 2026 einige der schlechten Angewohnheiten bei der Planung fort: Statt auf Hauptachsen sichere Veloinfrastruktur einzurichten, werden Fussgänger:innen und Velofahrende auf enge und teils ungeeignete Wege gedrängt.
Wir fordern deshalb, zum wiederholten Mal und in Übereinstimmung mit unseren Partner:innen, dass die Grenzacherstrasse für Velofahrende sicher und attraktiv wird. Dadurch kann der Grossteil des Veloverkehrs aus der Solitude-Promenade verlegt werden. Diese soll nicht zur Hauptroute werden.
Auf der anderen Seite des Rheins darf die Velovorzugsroute nicht übers Birsköpfli und den Mühleberg und die Begegnungszone in der St.-Alban-Vorstadt geführt werden. An beiden Stellen drohen unnötige Konflikte mit zwischen Fussgänger:innen und Velofahrenden, während auf der Achse Breite-Zürcherstrasse-St.-Alban-Anlage genügend, bereits versiegelte Flächen zur Verfügung stünden. Ausserdem wären dort viele Ziele (wie Geschäfte) direkter erreichbar.