Mitgliederversammlung des VCS Zürich – Ausbau Bahnhof Stadelhofen erst 2038 fertig
An der gut besuchten Mitgliederversammlung liessen sich die Mitglieder des VCS Zürich über die Projekte des letzten Jahres sowie die aktuellen Themenschwerpunkte des laufenden Jahres informieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Abwehr des SVP-Parkplatz-Diktats in der Stadt Zürich. Unter dem unverfänglichen Titel «Parkplatz-Kompromiss» wollen SVP und ihre Verbündeten die oft bestätigte Politik in der Stadt Zürich, hin zu sicheren Velowegen und mehr Bäumen im Strassenraum wieder rückgängig machen. Dieses Vorhaben wird von einem breiten Bündnis unter Federführung des VCS Zürich vehement bekämpft.Die Mitglieder nahmen den Jahresbericht, die Jahresrechnung und das Budget für das Jahr 2026 an. Ebenso bestätigten sie alle wieder antretenden Vorstandsmitglieder.
Im zweiten Teil des Abends liessen sich die VCS-Mitglieder über den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen informieren. Dieser Ausbau hat einen besonderen Bezug zum VCS Zürich. 2012 reichte der VCS seine Volksinitiative «Bahnhof Stadelhofen: pünktlich und zuverlässig» ein, die den Kanton Zürich verpflichten wollte, dieses dringende Projekt anzugehen und nicht einfach auf die Mühlen des Politbetriebs in Bern zu warten. Leider vergeblich – die Initiative wurde abgelehnt. Der Ausbau kommt selbstverständlich doch, einfach viele Jahre verzögert.
Der Gesamtprojektleiter der SBB für den Ausbau des Bahnhof Stadelhofen, Marc Weber-Lenkl, stellte die komplexen Probleme eines Baus unter Betrieb, mitten in der Stadt und mit unterirdischen Baustellen sehr anschaulich dar. Ein Wermutstropfen bleibt: Auch wenn die Planung mittlerweile auf gutem Weg ist, so wird es wieder ein weiteres Jahr länger dauern, bis der neue Bahnhof Stadelhofen sowie der neue Tunnel nach Tiefenbrunnen fertig sind. 2038 soll es dann aber endlich so weit sein, dass dieses Projekt, das für die S-Bahn Zürich von zentraler Bedeutung ist, endlich in Betrieb genommen werden kann.