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VCS Mobilitätskonzepte Schule

Das VCS Mobilitätskonzept Schule (MKS) ist ein partizipatives Angebot für Gemeinden, die ihre Schulwege auf Stufe Kindergarten und Primarschule analysieren und gezielt optimieren wollen. Der VCS liefert der Gemeinde ein breit abgestütztes Instrument, welches ihr erlaubt, die Schulwegsicherheit nachhaltig zu erhöhen – vielfach mit einfachen Mitteln.

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1. Mobilitätsumfrage

Eltern, Kinder und Lehrpersonen werden mittels Umfrage zur aktuellen Schulwegsituation befragt. Die Teilnehmenden geben unter anderem Auskunft über die Transportmittelwahl, die Dauer und den Verlauf des Schulwegs sowie potenzielle Gefahrenstellen. 

Die unterschiedlichen Sichtweisen von Eltern, Kinder und Lehrpersonen zeigen ein differenziertes Bild der aktuellen Schulwegsituation auf.

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2. Mobilitätsbilanz

Die in der Umfrage gesammelten Informationen werden analysiert und liefern quantifizierte Daten zu den Schulwegen. Diese werden für den Auftraggeber in einem Bericht aufbereitet. 

Das aufbereitete Kartenmaterial zeigt die begangenen Schulwege und die potenziellen Gefahrenstellen auf.

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3. Begehung und Empfehlungen

Auf Basis der Begehung vor Ort erarbeitet der VCS kurz-, mittel- und langfristige Empfehlungen zur Behebung der festgestellten Sicherheitsdefizite (Infrastruktur, Signalisation, Sensibilisierung etc.). Dies mit dem Ziel, den spezifischen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Die Gemeindebehörden erhalten einen detaillierten Inspektionsbericht mit Empfehlungen zu allen analysierten Gefahrenstellen. Die Ergebnisse werden der Auftraggeberin und – wenn gewünscht – interessierten Eltern und Lehrpersonen präsentiert.

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4. Information und Sensibilisierung

Der VCS schlägt flankierende Sensibilisierungs- und Kommunikationsmassnahmen vor, um die nachhaltige Wirkung des Angebots zu erhöhen. Diese werden zusammen mit dem Auftraggeber und basierend auf den ermittelten Sicherheitsdefiziten festgelegt. 

Die Eltern beispielsweise erhalten ein Journal mit den wichtigsten Ergebnissen und Empfehlungen. Vorbereitete Schulaktivitäten können spielerisch in den Unterricht integriert werden.

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5. Evaluation

Ein Jahr nach Abschluss des MKS zieht der VCS zusammen mit dem Auftraggeber Bilanz und bespricht das weitere Vorgehen. Eine Online-Umfrage beim Auftraggeber und den Eltern dient als Basis für die Evaluations-Sitzung. 

Der VCS kann Auftraggeber beispielsweise bei der Umsetzung einer Schulstrasse beraten und begleiten.

Möchten Sie ein Angebot oder Informationen anfordern? Kontakt

– VCS Mobilitätskonzepte Schule sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nachahmung oder Verwendung ist verboten bzw. unterliegt der Zustimmung des VCS Verkehrs-Clubs der Schweiz –

Das Mobilitätskonzept Schule war für uns eine gute Erfahrung. Die Gemeinde und der VCS waren jederzeit starke und unterstützende Partner. 

Regula Ineichen, Schulleiterin Gemeinde Pratteln (BL)

Laufende Konzepte

Collonge-Bellerive

Bourg-en-Lavaux
Lutry
Nyon
Romanel-sur-Lausanne
Sainte-Croix
Yverdon-les-Bains

Port-Valais
Val de Bagnes

Cham

Abgeschlossene Konzepte

Brislach, 1 MKS
Pratteln, 1 MKS

La Neuveville, 1 MKS
Orpund, 1 MKS

Avry, 1 MKS
Bulle, 1 MKS
Marly, 1 MKS
Stadt Freiburg, 4 MKS

Chêne-Bougeries, 1 MKS
Collonge-Bellerive, 1 MKS
Confignon, 1 MKS
Dardagny, 1 MKS
Genthod, 1 MKS
Meyrin, 5 MKS
Vernier, 4 MKS
Stadt Genf, 8 MKS

Val-de-Travers, 1 MKS

Einsiedeln, 2 PMS
Schübelbach, 2 PMS

Bad Ragaz, 1 MKS

Morcote, 1 MKS
Pollegio, 1 MKS

Ecublens, 1 MKS
Epalinges, 1 MKS
La Tour-de-Peilz, 1 MKS
Le Mont-sur-Lausanne, 1 MKS
Lutry, 3 MKS
Montreux, 4 MKS
Nyon, 1 MKS
Prilly, 1 MKS
Romanel-sur-Lausanne, 1 MKS
Stadt Lausanne, 3 MKS

Arbaz, 1 MKS
Ayent, 1 MKS
Conthey, 1 MKS
Savièse, 1 MKS
Val de Bagnes, 2 MKS
Sitten, 1 MKS

Baar, 1 MKS

Unser Team

Das Team der VCS Mobilitätskonzepte Schule (MKS) verfügt über Kompetenzen in den Bereichen Verkehrssicherheit, Stadtplanung, Mobilität, Kartographie und Datenanalyse. Das gesamte Team ist zertifiziert, um Schwachstellenanalysen, sogenannte "Road Safety Inspection" (RSI), durchzuführen.

Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Durchführung von MKS, stellt der VCS den Auftraggebern sein Know-how zu partizipativen Methoden und seine Expertise im Bereich Schulwegsicherheit zur Verfügung.

  • Emilie Roux Projektleiterin Mobilitätskonzepte
    VCS/Viviane Barben
    Emilie Roux
    Teamleiterin – Geografin und Stadtplanerin, RSI zertifiziert
  • Avatar
    Katja Marthaler
    Projektleiterin – Geografin, Verkehrssicherheitsexpertin ISSI. RSI zertifiziert
  • Alice Gentile PMS
    Alice Gentile
    Projektleiterin – Geografin und GIS-Spezialistin, RSI zertifiziert
  • Mattia Leonardi PMS
    Mattia Leonardi
    Projektleiter – Geograf und Stadtplaner, RSI zertifiziert
  • Martin Baumgart Projektleiter Mobilitätskonzepte Schule
    VCS/Viviane Barben
    Martin Baumgart
    Projektleiter – Geograph und Stadtplaner, RSI zertifiziert

Die Ziele eines VCS Mobilitätskonzepts Schule

Gemäss dem Bericht «Sinus 2025» der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) wurden 2024 in der Schweiz 145 Kinder unter 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und 11 getötet. Diese Altersgruppe ist die Einzige, die in den letzten zehn Jahren einen leichten Rückgang (-2,1 %) verzeichnet. Das bfu teilt jedoch mit, dass ein Drittel der schweren Unfälle mit Kindern auf dem Schulweg passieren. Der Unfallprävention auf dem Schulweg muss deshalb ein besonderes Augenmerk geschenkt werden.

Die Durchführung eines VCS Mobilitätskonzepts Schule ermöglicht es, das Sicherheitsempfinden abzubilden sowie Verkehrssicherheitsdefizite zu identifizieren und beseitigen. Laut einem vom ASTRA 2019 vorgelegten Bericht ist die Anzahl sogenannter Elterntaxis seit 1994 gestiegen. Solche Bring- und Holfahrten nehmen den Kindern die Möglichkeit, sich die nötige Verkehrskompetenz anzueignen und soziale Kontakte zu pflegen. Weiter gefährdet der durch die Elterntaxis verursachte Mehrverkehr rund um die Kindergarten- und Schulstandorte sowie gefährliche Fahr- und Wendemanöver die Kinder, die sich auf dem Schulweg befinden.

Die Elterntaxis und das Verkehrsgeschehen rund um die Kindergärten und Schulhäuser haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheit, das Klima und die Lebensqualität der Anwohnenden.

Dank einem VCS Mobilitätskonzept Schule kann man einer doppelten Herausforderung die Stirn bieten und zugleich Verkehrssicherheit und Umweltqualität erhöhen. Beim Einfluss des motorisierten Verkehrs rund um die Kindergärten und Schulhäuser anzusetzen, ermöglicht es, neue Gestaltungs- und Nutzungsansätze zu entwickeln, die der Natur und der Biodiversität förderlich sind und aktiv zur Reduktion der CO2-Emissionen beitragen.

Der Schulweg spielt eine wichtige Rolle bei der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes. Deshalb ist es wichtig, diesen sorgfältig zu planen und ihm die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Die Strecke zwischen Daheim und dem Kindergarten oder der Schule bietet Gelegenheit, sich mit seiner Umwelt zu befassen und Geschwistern oder unter Schulkameraden auszutauschen.

Werden die Bedürfnisse der schwächsten Verkehrsteilnehmenden bei der Gestaltung berücksichtigt, profitiert die gesamte Bevölkerung von einer optimierten Verkehrssicherheit. Die Umsetzung der Empfehlungen eines Konzepts gibt Gelegenheit, Räume für alle möglichen Aktivitäten «zurückzuerobern», und setzt einen Dialog zwischen Behörden, Fachleuten und der Bevölkerung in Gang.

Laut WHO ist die Luftverschmutzung zusammen mit dem Klimawandel eine der wichtigsten Umweltgefahren für die Gesundheit. Die mehrheitlich vom Strassenverkehr verursachten Luftschadstoffe übersteigen gemäss den Messungen von 2020 die Grenzwerte bisweilen bei Weitem. Die Luftqualität rund um die Kindergarten- und Schulanlagen bildet hier leider keine Ausnahme.

Eine der Zielsetzungen der VCS Mobilitätskonzepte Schule ist es, Kinder und Eltern mit einer sicheren und attraktiven Verkehrsraumgestaltung darin zu bestärken, sich aktiv fortzubewegen (zu Fuss, Velo etc.), nicht zuletzt im Hinblick auf die Senkung der Luftschadstoffe.

Steigt der Anteil aktiver Fortbewegung bereits ab dem Kleinkindalter, trägt dies zur Vermeidung zahlreicher Krankheiten aufgrund mangelnder Bewegung bei (Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes usw.). Die von der WHO erfasste Palette von Vorteilen körperlicher Aktivität ist insbesondere bei Kindern sehr breit: Verbesserung des Denk-, Lern- und Urteilsvermögens, Gewährleisten eines gesunden Wachstums, Fördern des allgemeinen Wohlbefindens und Abnahme von Angst. Trotzdem stellt die Gesundheitsförderung Schweiz fest, dass sich Schweizer Kinder und Jugendliche deutlich weniger bewegen als der europäische Durchschnitt. Wird dank eines VCS Mobilitätskonzepts Schule die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg erhöht, lassen sich Eltern und Kinder zu körperlicher Betätigung im Alltag motivieren, die nicht bloss ihrem eigenen körperlichen und seelischen Wohlbefinden zuträglich ist, sondern auch dem Klima.

Die Stärken eines Mobilitätskonzepts Schule
  1. Es bietet ein detailliertes Bild der genutzten Schulwege
  2. Es optimiert die Sicherheit und die Selbstständigkeit der Kinder
  3. Es erarbeitet konkrete, umsetzbare Empfehlungen
  4. Es verleiht den Kindern, Eltern und Partner*innen der Schule eine Stimme
  5. Es überzeugt mit hohen Beteiligungsquoten an der Mobilitätsumfrage

Mit den VCS Mobilitätskonzepten Schule lässt sich herausschälen, welche Massnahmen es in Sachen Gestaltung und Begleitung braucht, damit sich ein Kind die nötige Verkehrskompetenz aneignen kann. Der Schulweg ist nicht zuletzt ein Lernort, auf dem Kinder an Motorik, Mobilität und Selbstvertrauen gewinnen und sich sozialisieren.

Philippe Gasser, Verkehrs- und Städtebauingenieur, CITEC

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Mobilitätskonzept Schule? Wünschen Sie eine Offerte für Ihre Gemeinde oder Schule?
Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch (031 328 58 58), per E-Mail (mks@verkehrsclub.ch) oder per Kontaktformular. Gerne erfahren wir mehr über die spezifische Situation in Ihrer Gemeinde und unterbreiten Ihnen eine massgeschneiderte Offerte. Dazu benötigen wir folgende Kennzahlen:

  • Begehungsperimeter (Kartenausschnitt)
  • Anzahl und Lage Kindergarten- und Primarschulstandorte (Zyklus 1 & 2)
  • Anzahl Klassen pro Standort
  • Anzahl Kinder pro Standort
  • Werden Schulbusse eingesetzt? Wenn ja, für wen und für welche Strecken?

VCS Verkehrs-Club der Schweiz
Mobilitätskonzept Schule
Telefon: 031 328 58 58
E-Mail: mks@verkehrsclub.ch

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Unsere Schwerpunktthemen zum Schulweg

Elterntaxis sorgen vor Schulhäusern für mehr Verkehr und gefährliche Situationen. Schulstrassen, die temporär für den motorisierten Verkehr geschlossen werden, schaffen sichere Begegnungsorte, entlasten das Umfeld der Schulen und fördern den Schulweg zu Fuss – angepasst an die Bedürfnisse vor Ort. Und wir zeigen auf, wann eine Schulwegüberprüfung angezeigt ist.

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